Ihre persönliche Vorsorge

Privat versichert - Nicht nur was für Reiche

Die persönliche Vorsorge ist wichtig. Private Krankenversicherungen bieten oftmals viele Vorteile für den Versicherten. Allerdings ist eine solche Versicherung oft auch mit hohen Kosten verbunden die sich nicht jeder leisten kann oder will. Will wollen ihnen auf unserem Ratgeber zeigen, dass es auch Möglichkeiten einer günstigen privaten Krankenversicherung gibt.

Auch bei der PKV brodelt es

Wenn es um die Krankenversicherungen geht, dann bestimmen zur Zeit Berichte über die Ärgernisse mit den gesetzlichen Kassen die Medien. Doch auch im Lager der privaten Krankenversicherung gärt es gewaltig.

Berichten zur Folge gibt es immer mehr Beschwerden von Privatversicherten über die teilweise deutlichen Preissteigerungen. Viele der Versicherungsnehmer müssen seit Beginn diesen Jahres zwanzig bis dreißig Prozent mehr für ihre Versicherung aufbringen. Die enorme Erhöhung wird begründet mit den gestiegenen Preisen für Medikamente.

 

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Beschwerden um zehn Prozent auf nun über 5000 gestiegen, erklärte Helmut Müller, der als Ombudsmann für die Privaten Versicherungen tätig ist. Seit 2004 habe sich die Zahl in etwa verdoppelt. Die meisten Beschwerden richten sich dabei gegen die Prämienerhöhung.

 

Trotzdem sollten sich die Versicherungsnehmer keine großen Hoffnungen auf eine Verbesserung des Problems machen, da es sich dabei um ein festgeschriebenes Verfahren handele. Durch das Gesetz seien die Unternehmen dazu verpflichtet die Beiträge zu erhöhen, wenn die tatsächlichen Ausgaben die kalkulierten Kosten um zehn Prozent überschreiten. Einer noch unveröffentlichten Studie des Berliner IGES-Institutes zufolge bestehen berechtigte Zweifel daran, dass die Private Krankenversicherung einen besseren Schutz gegen Beitragserhöhungen bietet als die gesetzliche Krankenkasse. Damit dürfte der Aufwärtstrend weitergehen. Zwischen den Jahren 1997 und 2004 seien die Ausgaben pro Privatversichertem um 49 Prozent gestiegen. Bei den Kassenpatienten gab es eine Steigerung von 31 Prozent.

 

Die Studie sei vom Bundeswirtschaftsministerium zurückgehalten worden, weil die Ergebnisse nicht zur PKV freundlichen Linie der Koalition passte. Eine Sprecherin des IGES teilte mit, dass auf Betreiben des Ministeriums ein geplanter Expertenarbeitskreis zur Studie gestoppt worden sei. Eine Sprecherin des Ministeriums hingegen sagte lediglich, dass die Studie im Haus eingegangen sei, aber dass diese der Leitung noch nicht vorliege.

Dienstag, 16.02.2010 - Themen: Private Krankenversicherung

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