PKV meistert Krise gut
Angesichts der Zahlen die PKV-Verbandschef Reinhold Schulte vorgelegt hat müsste jede Krankenkasse neidisch werden. Zwar hatten Medienberichterstattungen über Beitragserhöhungen zum Beginn des Jahres noch für weitestgehend negative Presse gesorgt hatte, zeigte der Jahresabschluss 2009, dass die Altersrückstellungen sowie die Anzahl der Vollversicherten gegenüber 2008 gesteigert werden konnten. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies ein Plus von 7,5 Prozent dar.
Im Vergleich zur GKV sind dies sehr gute Zahlen. Denn im laufenden Jahr wird die GKV auf staatliche Zuschüsse in Höhe von knapp 16 Milliarden Euro angewiesen sein. Schulte erklärte, dass dies einer zehnprozentigen Beitragssteigerung gleich kommen würde. Ebenfalls lässt die steigende Zahl der vollversicherten Kunden die PKV in eine rosige Zukunft blicken. Zum Ende des Jahes 2009 stieg die Zahl insgesamt um zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2008 und erreichte nun einen Stand von 8,81 Milliarden Vollversicherte. Auch der Markt der Zusatzpolicen erweist sich als zukunftsträchtig. Bei den zusatzversicherten Bürgern ließ sich ein Anstieg von 3,5 Prozent, also um 21,71 Millionen, verzeichnen.
Ein positives Resultat verzeichnete die PKV auch bei den Beitragseinnahmen. Die Steigerung um 3,7 Prozent bedeutet Gesamteinnahmen in Höhe von 29,41 Milliarden Euro. Doch auch auf der Ausgabenseite musste tiefer in die Tasche gegriffen werden. Diese steigen um 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr um 20,45 Milliarden Euro.
Doch auch trotz der überaus positiven Zahlen mahnte Schulte, dass es unbedingt wichtig sei, dass auch für die privaten Krankenkassen Möglichkeiten geschaffen werden, um den steigenden Kosten entgegen zu wirken. So ähnlich wie bei der GKV muss auch der PKV eine Legitimation erteilt werden, Verträge mit Dienstleistungserbringungen über Preise, Menge und Qualität auszuarbeiten.
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