Freiberufler besser privat versichert
Viele Firmen lassen sich nicht mehr auf Verträge mit ihren Mitarbeitern ein. Ein Arbeitnehmer hat relativ viele Rechte hierzulande und Kündigung ist nicht immer einfach, hat man erst einmal jemanden fest eingestellt. Daher entscheiden sich viele Arbeitgeber, wann immer das möglich ist, für ein Beschäftigungsverhältnis im Rahmen einer freien Mitarbeit. Der Mitarbeiter arbeitet dann auf Rechnung, mit eigenem Gewerbeschein. Wichtig ist es hier für den Arbeitnehmer zu entscheiden, welche Versicherung für ihn dann richtig ist.
Selbstständig, nur zum Schein?
Häufig handelt es sich bei solchen Verhältnissen nur um eine Scheinselbstständigkeit. Um Missbrauch zu verhindern, gibt es dazu inzwischen klare Kriterien, den Verlierer ist bei einer solchen scheinbaren Selbstständigkeit vor allem das Steuersäckl. Damit nicht jede kleine Dienstleistung auf Rechnung abgerechnet werden kann, haben die gesetzlichen Krankenkassen das so umgesetzt, dass für die Beiträge grundsätzlich von einem Mindesteinkommen von etwas unter 2000 Euro ausgegangen wird. Damit lohnt es sich schlicht nicht mehr, einer freiberuflichen Tätigkeit nachzugehen, bei der man wesentlich weniger als diesen Betrag von knapp 2000 Euro verdient.
Privat besser dran
Wer privat versichert ist, ist da etwa besser dran. Bei einem Einkommen von etwa 1200 Euro würde man als 35-jähriger etwas 120 Euro monatlichen Beitrag bezahlen, statt knappen 300 Euro bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Jedoch lohnt sich diese Rechnung nur, wenn man selbstständig bleiben will. Denn der Rückweg in die gesetzliche Kasse kann sonst versperrt werden und die Beiträge der privaten erhöhen sich mit zunehmendem Alter. So muss man abwägen, was einfach er zu schultern ist. Auf keinen Fall sollte man riskieren unversichert zu sein. Es ist inzwischen möglich aus beiden Versicherungssystemen rauszufallen, jedoch ist das Risiko, das man damit trägt viel zu hoch. Ein Unfall oder eine unvorhergesehene schwere Erkrankung kann dann den finanziellen Ruin für den Einzelnen bedeuten.
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